Streit um Reserven zwischen Santésuisse und Curafutura

Mit einer kürzlich verabschiedeten Revision der Verordnung über die Krankenversicherungsaufsicht wurden Voraussetzungen für Versicherer erleichtert, finanzielle Reserven in Form von Rückerstattungen abzubauen. So wurde beispielsweise die Grenze des Mindestniveaus abgesenkt. Während die Kassen des Verbands Santésuisse dem Reservenabbau gegenüber aufgeschlossen sind, sehen die Mitglieder des Konkurrenzverbands Curafutura den Abbau kritisch.

Assura: Rückerstattung in Höhe von rund 30 Millionen Franken geplant

Die Assura will heuer etwa 30 Millionen Franken an die Versicherten zurückerstatten. Und das trotz eines auf 6,3 Millionen Franken geschrumpften Gewinns. Personen, die bei der Assura versichert sind, können deshalb mit Rückerstattungen in Höhe von 30 bis 150 Franken rechnen – je nach Wohnkanton.

Die anderen Kassen des Verbands Santésuisse, beispielsweise die Sympany, Groupe Mutuel, Concordia und Visana, wollen ihre Reserven ebenfalls freiwillig abbauen und entsprechende Boni an ihre Versicherten ausschütten.

Curafutura Mitglieder sehen Reservenabbau kritisch

Auch der Gewinn der KPT hat sich deutlich reduziert. Grund sind wie bei vielen anderen Krankenversicherungen die sinkenden Einnahmen. Zeitgleich waren im Pandemiejahr aber auch die Behandlungskosten, für welche die Krankenkassen aufkommen müssen, niedriger. So wurden u.a. weniger Operationen durchgeführt.

Weil aber nicht abzusehen sei, ob Operationen und andere Behandlungen nur verschoben würden und deshalb verspätet zu Kosten für die Versicherer führen, möchte KPT-Chef Egloff die finanzielle Stabilität mit einem Abbau der Reserven nicht unnötig gefährden. Gleichzeitig wird bei der KPT kräftig in digitale Helfer wie den ärztlichen Messaging-Dienst «Doctor Chat» investiert.

Grundlegend sehen neben der KPT auch die Helsana, CSS und Sanitas – alles Mitglieder von Curafutura – den Abbau von Reserven kritisch. Keine dieser Krankenkassen hat bislang Gelder aus angehäuften Reserven an ihre Versicherten zurückerstattet. Und das, obwohl die durchschnittliche Solvenzquote in den letzten Jahren von 150 auf 200 % gestiegen ist.

Interessant: Sanitas Chef Andreas Schönenberger erhielt 2020 mit 954’158 Franken das höchste jemals von einem Krankenversicherer in der Schweiz preisgegebene Gehalt. Allerdings stieg auch das Salär des neuen Groupe-Mutuel CEOs Thomas Boyer im Vergleich zu seinem Vorgänger deutlich an.

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